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(Foto: Sandker/Postkarte/wikipedia under CC-BY-SA-3.0)

Karl Dönitz wurde am 16. September 1891 in Grünau bei Berlin geboren. Er starb am 24. Dezember 1980 in Aumühle bei Hamburg. Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof von Aumühle-Wohltorf.

Karl Dönitz trat am 1. April 1910 der Kaiserlichen Marine bei.

Auf der EMDEN
Kommandant des Leichten Kreuzers EMDEN (29. September 1934 bis 21. September 1935)

Allgemeines:
Infanteristische Grundausbildung, Marineschule Kiel (1. April 1910 bis 11. Mai 1910)
Praktische Bordausbildung auf dem Schulschiff SMS HERTHA (12. Mai 1910 bis 31. März 1911)
- mit den Crewkameraden Fikentscher, v. Guerard und Niemöller
- ferner an Bord: M.Ob.Ing. Böhlk (LI), Kaptl. v. Loewenfeld (NO)

Marineschule Flensburg-Mürwik (1. April 1911 bis 31. März 1912)
Spezialkurse (1. April 1912 bis 30. September 1912)*
- 9 Wochen Torpedoschulschiff SMS WÜRTTEMBERG, Flensburg-Mürwik
- 4 Wochen Infanteriekursus, II. Seebataillon, Kiel
- 12 Wochen auf der Artillerieschule Sonderburg

(* Reihenfolge der Kommandos ungewiss)

Kleiner Kreuzer SMS BRESLAU, Mittelmeerdivision (1. Oktober 1912 bis 11. September 1916)
- I.O von 1912-1914: Kaptl. Wilfried von Loewenfeld
- Flucht mit SMS GOEBEN nach Konstantinopel (August 1914)
- von türkischer Marine unter dem Namen MEDILLI übernommen
- Seekrieg im Schwarzen Meer gegen Russland

Seefliegerstation San Stefano (heute Yeşilköy/Istanbul) (12. September 1916 bis Dezember 1916)
- Fliegerausbildung und Beobachtungsoffizier an der Dardanellen-Front

U-Boot Ausbildung (Dezember 1916 bis 16. Januar 1917)
Wachoffzier auf SM U 39, I. U-Flottille Pola/Mittelmeer (17. Januar 1917 bis 28. Februar 1918)
- Kdt.: Kaptl. Walter Forstmann (Crew 1900), zweiterfolgreichster U-Bootkommandant
- mit insgesamt 154 versenkten Schiffen (406.325 BRT) zweiterfolgreichstes U-Boot
- mit an Bord der spätere Theologe Martin Niemöller (Crew 1910)

Kommandant SM UC 25, II. U-Flottille Mittelmeer, Cattaro (1. März 1918 bis 4. September 1918)
Kommandant SM UB 68, I. U-Flottille Mittelmeer, Pola (5. September 1918 bis 4. Oktober 1918)
- bei Geleitzugangriff östlich von Malta versenkt (1 Toter, 33 Überlebende).

In britischer Kriegsgefangenschaft (4. Oktober 1918 bis 15. Juli 1919)

Kommandant V 5, 1. Halb-Flottille, I. T-Flottille, Seestreitkräfte der Ostsee (14. März 1920 bis 19. April 1920)
Kommandant T 157 und G 8, 1. Halb-Flottille, I. T-Flottille, Seestreitkräfte der Ostsee (20. April 1920 bis 14. März 1923)
Referent und Adjutant, Inspektion für Torpedo- und Minenwesen, Kiel (20. März 1923 bis 2. November 1924)
Referent Marinewehrabteilung (A I), Marinekommandoamt (A), Marineleitung (3. November 1924 bis 2. Oktober 1927)
Lehrgang und zur Information Kleiner Kreuzer NYMPHE, Seestreitkräfte der Ostsee (3. Oktober 1927 bis 16. Dezember 1927)
Navigationsoffizier Kleiner Kreuzer NYMPHE, Seestreitkräfte der Ostsee (17. Dezember 1927 bis 23. September 1928)
- Flaggschiff des B.S.O, K.Adm. Wilfried von Loewenfeld

Chef 4. T-Halb-Flottille, II. T-Flottille, Seestreitkräfte der Nordsee (24. September 1928 bis 29. September 1930)
- T-Boote: ALBATROS, KONDOR, MÖWE, FALKE, GREIF

1. Admiralstabsoffizier Marinestation Nordsee, Wilhelmshaven, (30. September 1930 bis 9. September 1934)
- damalige Chefs: V.Adm. Werner Tillessen, V.Adm. Richard Foerster
- damalige Stabschefs: Freg.kpt. Wilhelm Canaris, Freg.kpt. Robert Witthoeft
- zeitw. mit den Ing. Walter Steiner und Carl Weber

Kommandant Leichter Kreuzer EMDEN, Inspektion des Bildungswesens (29. September 1934 bis 21. September 1935)
- 5. Auslandsreise (Offz. anwärter der Crew 1934)

Nach dem Abschluss des Flottenabkommens, in dem das Deutsche Reich sich mit Großbritannien auf eine Aufrüstungsbegrenzung für die Marine einigte, übernahm Dönitz den Neuaufbau der U-Boot-Waffe. Er baute sie, nach seinen Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg, auf. Durch ihn wurde die später so erfolgreiche "Rudel-Taktik", das Operieren mehrerer U-Boote an einem Geleitzug, eingeführt und weiterentwickelt.

(Foto: iwm/wikipedia under CC-BY-SA-3.0)

Chef der U-Boot Flottille WEDDIGEN, Flotte, Kiel (27. September 1935 bis 13. Oktober 1936)
Führer der U-Boote, Unterseeboote, Flotte, Kiel (1. Januar 1936 bis 16. Oktober 1939)
Befehlshaber der U-Boote, Unterseeboote, Flotte (17. Oktober 1939 bis 30. Januar 1943)
- Basis: Kiel, Paris (Boulevard Suchet), Lorient (Kernevel) und wieder Paris
 
Nach dem Scheitern der Überwasser-Streitkräfte der Kriegsmarine und dem Rücktritt von Großadmiral Raeder wurde Dönitz am 30. Januar 1943 zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und Befehlshaber der U-Boote ernannt. Es gelang ihm, Hitler die Abwrackung der Flotte auszureden.

Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (30. Januar 1943 bis 30. April 1945)
- Basis: Berlin (Hotel am Steinplatz), Lager Koralle (nördl. von Bernau)

Trotz schlechter Lage an allen Fronten und auch bei seiner U-Boot-Waffe, verurteilte Dönitz den Anschlag auf Hitler am 20. Juli 1944 aus Schärfste. Dadurch sah ihn Hitler als den geeigneten Mann zur "fanatischen Fortführung des Krieges" und ernannte ihn in seinem Testament am 1. Mai 1945 zu seinem Nachfolger.

Reichspräsident und Oberbefehlshaber der Wehrmacht (1. Mai 1945 bis 23. Mai 1945)
- Basis: Sportschule, Marineschule Flensburg-Mürwik

Dönitz sah im weiteren Widerstand aber nur noch den Sinn, so viele Flüchtlinge und Soldaten aus den von der Roten Armee überrannten Ostgebieten über See in den Westen zu evakuieren. Die Westmächte beließen ihn nach Ende des Krieges in Flensburg.
Am 8. Mai erklärte Dönitz über den Rundfunk die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht.

Zusammen mit der Reichsregierung und der Wehrmachtsführung
wurde er am 23. Mai 1945 in Flensburg vom britischen Oberkommando abgesetzt und verhaftet. Trotz erheblicher Beweisnot verurteilte man Dönitz im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess (Oktober 1946) zu zehn Jahren Gefängnis. Diese verbrachte er im sog. Kriegsverbrechergefängnis von Berlin-Spandau. Am 1. Oktober 1956 wurde er entlassen.

Dokument anlässlich der Verhaftung von Karl Dönitz. (Anklicken zum Vergrößern; Foto: museum of world war ii/wikipedia under CC-BY-SA-3.0)


Beförderungen:
Fähnrich zur See (15. April 1911)
Leutnant zur See (27. September 1913)
Oberleutnant zur See (22. März 1916)
Kapitänleutnant (1. Januar 1921)
Korvettenkapitän (1. November 1928)
Fregattenkapitän (1. Oktober 1933)
Kapitän zur See (1. Oktober 1935)
Kommodore (28. Januar 1939)
Konteradmiral (1. Oktober 1939)
Vizeadmiral (1. September 1940)
Admiral (14. März 1942)
Großadmiral (31. Januar 1943)

Auszeichnungen:
Eisernes Kreuz II. Klasse (7. September 1914)
Türkische Medaille mit Schwertern (7. November 1914)
Eiserner Halbmond (7. November 1914)
Friedrich-Kreuz (Januar 1916)
Eisernes Kreuz I. Klasse (5 . Mai 1916)
Mecidiye-Orden IV Klasse (März 1917)
Königlicher Hausorden von Hohenzollern (10. Juni 1918)
Ehrenkreuz des Weltkrieges/für Frontkämpfer (Januar 1936)
U-Boot Kriegsabzeichen (27. Februar 1940)
Spanische Marineverdienstkreuz in Weiß (10. Juli 1940)
Ritterkreuz (21. Oktober 1940)
Militärorden von Savoyen (7. November 1941)
Eichenlaub (6. April 1943)
Militärorden Michael der Tapfere III. und II.Klasse (Rumänien, 7. April 1943)
Orden der Aufgehenden Sonne I. Klasse (Japan, 11. September 1943)

Literatur von Karl Dönitz:
- DIE FAHRTEN DER BRESLAU IM SCHWARZEN MEER, Ullstein Verlag, Berlin, 1917
- 10 JAHRE UND 20 TAGE, Erinnerungen des Befehlshabers der deutschen U-Boote im Zweiten Weltkrieg, Athenaeum Verlag, Bonn, 1958
- MEIN WECHSELVOLLES LEBEN, Musterschmidt Verlag Göttingen, 1968