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(Fotos: Hoffmann / Dreier)


Der Deutsche Marinebund und die Botschaft des Commonwealth of Australia hatten für Freitag, 19. April 2013, zur Einweihung der Gedenktafel für den Angehörigen der Australischen Marine, Ronald Allan Heffernan in die Historische Halle des Marine-Ehrenmals nach Laboe eingeladen. Der Zweite Vorsitzende der Bordgemeinschaft der Emdenfahrer, Hartmut Hoffman, hatte zusammen mit seiner Frau Gudrun eine Einladung zu dieser Gedenkveranstaltung erhalten und nahm somit zusammen mit dem Ersten Vorsitzenden Addi Dreier stellvertretend für die Bordgemeinschaft der Emdenfahrer daran teil.
Hier sein Bericht:

Nach der Begrüßung der Gäste ging es – mit einem Stopp an der Gedenktafel zur Erinnerung an die Seeschlacht zwischen dem Handelszerstörer Kormoran und dem australischen Leichten Kreuzer Sydney II – gemeinsam durch den Haupteingang im Turm in die Gedenkhalle. Hier wurden im Beisein aller Teilnehmer die Kränze des Commonwealth of Australia und der Australischen Marine mit militärischen Ehren niedergelegt. Es folgte das Trompetensolo des ergreifenden Liedes „Ich hatt´ einen Kameraden“. Nach einer Schweigeminute begaben sich alle in die Historische Halle.
Ein Ensemble des Marinemusikkorps Ostsee brachten zu Beginn und am Ende sowie in den Pausen zwischen den Ansprachen einige besinnliche Musikstücke zu Gehör.
Der Präsident des Deutschen Marinebundes, Karl Heid, eröffnete mit seiner Ansprache die Beitragsreihe zu Ehren des australischen Petty Officers Ronald MCDonald (1918-1942). Sein Schicksal steht stellvertretend für die gefallenen australischen Seeleute.


Es folgten die Grußworte des australischen Botschafters in Deutschland, Peter Tesch, und die Festansprache des Rear Admirals Allan du Toit, des militärischen Repräsentanten Australiens bei der NATO. Dr. Jann M. Witt, Historiker des Deutschen Marinebundes, erläuterte in seiner Ansprache das Konzept der Historischen Halle im Marine Ehrenmal. Danach wurde die Gedenktafel enthüllt und den Ehrengästen präsentiert.


Die Gedenktafel unterstreicht den internationalen Charakter des Marine-Ehrenmals und macht unmissverständlich deutlich, dass in Laboe ausdrücklich den auf See Gebliebenen aller Nationen gedacht wird


Nach dem offiziellen Teil in der Historischen Halle begaben sich alle Teilnehmer zum Empfang durch den Deutschen Marinebund in das Restaurant des Scheerhauses am Fuß des Marine-Ehrenmals. Dort fanden konstruktive Gespräche statt.


Biographischer Hintergrund

Ronald Allan Heffernan MacDonald wurde am 18. März 1918 in Footscray,Victoria/Australien als eines von acht Kindern geboren. Am 30. Oktober 1935 trat er in die Australische Marine ein. Ab 1939 diente er als ASDIC-Operateur auf den Zerstörer HMAS STUART. Gemeinsam mit vier weiteren älteren australischen Zerstörern verstärkte die STUART ab Januar 1940 die britische Mittelmeerflotte. Am 29. September 1940 versenkte die STUART das italienische U-Boot GONDAR. Für seinen Anteil an diesem Gefecht wurde MacDonald mit der Distinguished Service Medal ausgezeichnet. MacDonald wurde zum Petty Officer (Maat) befördert.
1941 wurde er auf den Zerstörer HMAS VAMPIRE versetzt. Im April 1942 operierte die VAMPIRE zusammen mit dem britischen HMS HERMES von Trincomalee auf Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, aus. Am 9. April 1942 wurde Trincomalee und die beiden Schiffe von japanischen Flugzeugen angegriffen. Beide Schiffe wurden durch japanische Sturzkampfbomber versenkt, wobei auf der HERMES 307 Seeleute und auf der VAMPIRE neun Männer einschließlich des Kommandanten ihr Leben verloren. Das Hospitalschiff VITA rettete 590 Überlebende von beiden Schiffen und brachte diese nach Colombo. Unter ihnen war auch Ronald MacDonald, der am 13. April 1942 jedoch seinen schweren Verwundungen erlag. Er war 24 Jahre alt.
(Ursprung des Textes: Deutscher Marinebund e.V.)


Hier einige Bilder:

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